Kim Weinand - Kim Labs
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Die Geheimwaffe der Großen: Wie kleine Handelsstrukturen vom Werbekostenzuschuss profitieren können

OEMs und größere Unternehmen mit angeschlossenen Händlerstrukturen nutzen bereits erfolgreich einen Werbekostenzuschuss in ihren Marketingstrategien. Kleinere Unternehmensgruppen mit 20 bis 50 Standorten haben jedoch oft noch kein umfassendes Handelsmarketing-Konzept. Sie haben das Potenzial der WKZ-Maßnahmen noch nicht für sich entdeckt. Dieser Artikel soll genau diese Zielgruppe ansprechen und ihnen Einblicke und Tipps bieten, wie sie einen Werbekostenzuschuss in ihr Marketing integrieren können. So können sie ihre Sichtbarkeit verbessern und gegenüber dem Wettbewerb erfolgreich bestehen.

Werbekostenzuschuss (WKZ) im Handelsmarketing – Ein Boost für Ihre Marketingbudgets

Ein Werbekostenzuschuss (WKZ) ist eine bedeutende Unterstützung für Handelsstrukturen. Sie bietet die Möglichkeit, das zentrale Marketing einer Marke CI-konform zu steigern und gleichzeitig die individuellen Marketingbudgets der lokalen Partner mit einzubeziehen.

Bei einem WKZ stellt die Dachmarke bzw. die Zentrale unter der die lokalen Standortpartner in einem Netzwerk agieren, finanzielle Mittel zur Verfügung, um die Werbemaßnahmen der einzelnen Handelspartner zu unterstützen. Die Bedingungen für WKZ können je nach Marke und Konzept unterschiedlich sein. So kann beispielsweise das WKZ-Budget an den Umsatz des lokalen Handelspartners oder an das eingesetzte Marketingbudget geknüpft sein.

Vorteile von WKZ

Der Vorteil eines Werbekostenzuschuss liegt darin, dass die zentrale Kontrolle über die Außendarstellung gewahrt bleibt. Jeder Handelspartner beantragt seinen Werbekostenzuschuß bei der Marke oder Konzernzentrale und ermöglicht ihr somit Einblick in die unterstützte Werbetätigkeit. Dies gewährleistet eine einheitliche Markendarstellung und sorgt für eine stärkere Wahrnehmung der Marke beim Kunden.

Zudem führt die Bereitstellung eines Werbekostenzuschuss zu einer Erhöhung der Marketingbudgets. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Marke A investiert 10.000,- € in eine nationale Werbekampagne. Marke B investiert 5.000,- € in die gleiche Marketingmaßnahme und stellt 5.000,- € als Zuschuß für 20 Handelspartner bereit. Jedem Standort werden 250,- € angeboten, wenn er selbst 500,- € für Werbung aufbringt. Jeder Handelspartner hätte somit ein Werbebudget von 750,- €, wobei er nur 500,- € aus eigener Tasche zahlen müsste. Insgesamt würde die Marke für ihre Investition von 5.000,- € jedoch einen Gegenwert von 15.000,- € generieren, da die lokalen Partner ebenfalls in Werbung investieren. Summiert man diesen Betrag mit den 5.000,- € die in die nationale Werbekampagne fließen, erzielt Marke B einen Werbeetat von 20.000,- € im Vergleich zur Marke A mit nur 10.000,- €. Die Effektivität der Werbemaßnahme wird erheblich gesteigert. Sowohl die Marke als auch die lokalen Partner profitieren von einem erhöhten Werbeumfang und einem höheren Werbedruck.

Durch die gezielte Vergabe von WKZ werden also lokale Potenziale genutzt und die Werbewirkung gesteigert. Es ist eine Win-Win-Situation, bei der sowohl die Marke als auch die einzelnen Handelspartner von einer gesteigerten Markenwahrnehmung und einem erweiterten Werbebudget profitieren.

Potenzielle Fallstricke und bewährte Lösungsansätze bei der Nutzung von WKZ

Bei der Integration von Werbekostenzuschüssen in das Marketing kleiner Handelsstrukturen können bestimmte Herausforderungen auftreten. Es ist wichtig, diese im Voraus zu identifizieren und entsprechende Lösungsansätze zu entwickeln. Hier sind einige mögliche Herausforderungen und bewährte Praktiken, die Ihnen helfen können:

  1. Komplexität der Abrechnung und Nachverfolgung: Die Verwaltung eines Werbekostenzuschuss und die Nachverfolgung der Mittelverwendung können komplex sein, insbesondere wenn es um mehrere Standorte geht. Um diese Herausforderung zu bewältigen, ist es ratsam, ein effizientes System zur Abrechnung und Verfolgung einzurichten. Dies könnte die Verwendung von spezieller Software oder eines Marketing-Management-Portals umfassen, das die Prozesse automatisiert und eine klare Übersicht über die Mittelverwendung bietet.
  2. Einhaltung der Markenrichtlinien: Eine einheitliche Markendarstellung ist entscheidend, aber es kann schwierig sein, sicherzustellen, dass alle Handelspartner die Markenrichtlinien einhalten. Um dies zu erleichtern, sollten klare Richtlinien und Schulungen für die Partner bereitgestellt werden. Außerdem kann eine enge Kommunikation und regelmäßiger Austausch zwischen der Zentrale und den Handelspartnern dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Werbemaßnahmen den Vorgaben entsprechen.
  3. Aufbau von Partnerschaften mit Handelsmarketing-Agenturen: Die Zusammenarbeit mit Werbeagenturen kann von Vorteil sein, aber die Auswahl und Koordination geeigneter Agenturen für verschiedene Standorte kann eine Herausforderung darstellen. Hier ist es wichtig, Partnerschaften mit spezialisierten Agenturen aufzubauen, die Erfahrung mit lokalem Marketing haben und die Bedürfnisse der einzelnen Standorte verstehen. Durch langfristige Kooperationen können bessere Einkaufskonditionen und ein effizienterer Austausch erreicht werden.
  4. Kommunikation und Zusammenarbeit: Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Zentrale und den Handelspartnern ist entscheidend. Regelmäßige Kommunikation, Schulungen und Workshops können helfen, ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame Vision zu schaffen. Durch den Austausch bewährter Praktiken und Erfahrungen können die Handelspartner voneinander lernen und ihre Marketingaktivitäten kontinuierlich verbessern.

Indem Sie sich dieser potenziellen Herausforderungen bewusst sind und bewährte Lösungsansätze implementieren, können Sie die Vorteile von WKZ optimal nutzen und Ihr Marketing auf ein neues Level heben.“

Von der Planung zur Ausführung – Das Potenzial eines Marketing-Management-Portals

Das Marketing-Management-Portal spielt eine entscheidende Rolle bei der effizienten und effektiven Umsetzung von Marketingmaßnahmen in Handelsstrukturen. Es bietet eine zentrale Plattform, auf der die Marke oder Konzernzentrale ihre angeschlossenen Handelspartner mit Marketingmaterialien, zentralen Mediamaßnahmen und wichtigen Informationen versorgt.

Durch das Marketing-Management-Portal wird die Zusammenarbeit zwischen der Marke und den Handelspartnern maßgeblich verbessert. Es dient als Schnittstelle, um alle relevanten Marketingressourcen und -aktivitäten auf einer einzigen Plattform zu bündeln. Die Zentrale kann über das Portal die Kontrolle über die Marketingmaßnahmen behalten und sicherstellen, dass alle Werbeaktivitäten den Richtlinien und Vorgaben der Marke entsprechen. Gleichzeitig haben die Handelspartner Zugriff auf professionelle Marketingmaterialien, die sie für ihre lokalen Marketingaktionen verwenden können.

Durch das Marketing-Management-Portal wird die Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen effizienter gestaltet. Die Handelspartner können auf vorgefertigte Templates und Designvorlagen zugreifen, die bereits im Einklang mit der Corporate Identity der Marke stehen. Diese können dann individuell an die Bedürfnisse und Besonderheiten jedes Standorts angepasst werden. Dadurch wird eine konsistente Markenwahrnehmung gewährleistet, während den Handelspartnern gleichzeitig Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ermöglicht werden.

Das Portal bietet den Handelspartnern auch einen Überblick über ihren persönlichen Werbekostenzuschuss. Sie können einsehen, welcher Betrag bereits verwendet wurde, welcher noch verfügbar ist und welche Mediapläne für noch ausstehende Maßnahmen geplant sind. Dies ermöglicht eine effektive Budgetverwaltung und erleichtert die Planung von Marketingaktivitäten.

Durch die zentrale Bereitstellung von Marketingressourcen und die Möglichkeit zur Individualisierung ermöglicht das Marketing-Management-Portal eine optimale Nutzung von Ressourcen und eine effektive Koordination der Marketingaktivitäten. Die Handelspartner profitieren von einem leichteren Zugang zu professionellen Werbemitteln und einer verbesserten Effizienz in ihrer Marketingarbeit. Gleichzeitig trägt das Portal dazu bei, dass die Marke ihr Markenimage aufrechterhalten und eine konsistente Markenpräsenz gewährleisten kann.

Klare Botschaft, starke Marke: Eine zentralisierte Marketingstrategie verbessert die Markenwahrnehmung über die gesamte Handelsstruktur

Die zentrale Planung und Ausführung von Werbemaßnahmen für alle Handelspartner bringt  zusätzlich zum WKZ zahlreiche Vorteile mit sich. Ein entscheidender Aspekt ist die Gewährleistung einer einheitlichen Markenwahrnehmung. Durch die Verbreitung überregional einheitlicher Werbebotschaften wird die Marke in ihren Wirkungsgebieten gestärkt und die Wiedererkennung verbessert. Die Kunden erhalten dadurch eine konsistente Markenerfahrung, unabhängig vom Standort.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Steigerung des Werbedrucks. Durch die Umsetzung derselben Maßnahmen in der gleichen Corporate Identity in allen Vertriebsgebieten wird der Gesamteffekt verstärkt. Dies ermöglicht es, eine größere Zielgruppe anzusprechen und die Markenpräsenz zu erhöhen.

Die zentrale Marketingstrategie bietet auch die Möglichkeit, bessere Einkaufskonditionen zu erhalten und umfangreichere Media-Maßnahmen umzusetzen. Als einzelner Standort könnte man aufgrund von Mindestbudgets oder hohen Kreationskosten möglicherweise nicht die gewünschten Werbeaktivitäten durchführen. Durch die Bündelung der Ressourcen und Kompetenzen mehrerer Handelspartner kann man jedoch von Skaleneffekten profitieren und Kosten reduzieren.

Bleiben wir bei unserem Beispiel mit dem WKZ-Budget von 5.000,- €, welches lokalen Partnern zur Verfügung gestellt wird. 20 lokale Standorte führen eine Werbung über 750,- € aus. Jeder Standort Beauftragung nach eigenem Ermessen eine Agentur für Suchmaschinenmarketing. Alle Agenturen gewinnen somit einen Kunden der ein Marketingbudget von 750,- € bei Ihnen einsetzt. Die Zentrale erhält somit keinen Leistungsüberblick und die Qualität der jeweiligen lokalen Maßnahme ist Intransparenz. Des Weiteren sind die Aufwendungen für Rüstzeit und Kampagnenadministration bei jeder Agentur ohne Skalierungseffekt vorhanden.

Wenn alle 20 Standorte für Ihre lokale Werbetätigkeit zusammen eine Agentur beauftragen, verringern sich die Werbe-Nebenkosten für Rüstzeit, Administration und Kreation pro Standort enorm. Der Aufwand steigt nicht linear und größtenteils gebündelt werden. Dies ermöglicht es der Marke und den Standorten, ein stärkeres Standing bei der Agentur zu erhalten und mit einem Gesamtbudget von 15.000,- € pro Monat gegenüber statt pro einzelnem Standort mit 750,- € pro Monat aufzutreten. Es macht nun mal einen Unterschied, ob man bei einer Agentur mit einem Jahresbudget von 180.000,- € oder 9.000,- €  als Kunde gelistet ist. Vielleicht ist es dadurch auch möglich sich zu günstigeren Einkaufskonditionen bei einer spezialisierten Agentur beraten zu lassen und einen Wissens- oder Partnervorsprung zu erlangen, den ein einzelner Standort nicht erreichen könnte.

Insgesamt bietet die zentrale Marketingstrategie also zahlreiche Vorteile. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht es den Handelspartnern, ihr Marketing auf einer gemeinsamen Vision und Strategie aufzubauen. Gemeinsame Ziele und eine enge Zusammenarbeit führen zu einer effektiven Nutzung von Ressourcen und einer konsistenten Markenwahrnehmung. Die Handelspartner werden zu einem integralen Teil der Marke und profitieren von deren Bekanntheit und Reputation. Eine einheitliche Markenwahrnehmung, gesteigerter Werbedruck, bessere Einkaufskonditionen, reduzierte Werbenebenkosten und die Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen sind nur einige der positiven Aspekte. Durch die effektive Nutzung dieser Vorteile können auch kleine Handelsstrukturen ihr Marketing auf ein neues Level heben und lokale Potenziale optimal ausschöpfen.


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